Sneak Peek #10: Führung neu verteilen

Was von Führungskräften heute verlangt wird: 

Mehr Verantwortung. Mehr Geschwindigkeit. Mehr Komplexität.

Und gleichzeitig: mehr Menschlichkeit, mehr Flexibilität, mehr Vereinbarkeit.

Ein Spannungsfeld, das viele Führungskräfte täglich spüren.

Denn die klassische Antwort darauf lautet oft noch immer:

Mehr Einsatz. Mehr Stunden. Mehr Präsenz.

Aber was, wenn genau das nicht die Lösung ist?

Der blinde Fleck moderner Führung

Während Organisationen an neuen Arbeitsmodellen, hybriden Strukturen und agilen Prozessen arbeiten, bleibt ein Bereich oft erstaunlich unangetastet:

Führung selbst.

Sie wird noch immer häufig als Vollzeitrolle und One-Man-Show gedacht.

Als etwas, das „ganz oder gar nicht“ funktioniert.

Modelle wie Jobsharing tauchen zwar in Diskussionen auf, werden aber schnell eingeordnet als:

„Das ist doch eher was für Teilzeit.“

„Das funktioniert vielleicht im Backoffice.“

„Aber doch nicht in echter Führungsverantwortung.“

Genau diese Denkmuster nimmt unser nächster Sneak Peek ins Visier.

Wenn Führung geteilt wird 

Mit Malte Meyer holen wir eine Perspektive auf die Bühne, die nicht theoretisch, sondern gelebt wird.

Malte war Teil eines der ersten Jobsharing-Modelle in der Automobilproduktion bei Mercedes-Benz, in einer Verantwortungsträgerrolle. 

Also genau dort, wo viele sagen würden:

„Hier geht das nicht.“

Und genau dort hat es funktioniert.

Seine Erfahrung zeigt:

Führung im Jobsharing ist kein Kompromiss. Sie kann ein echtes Upgrade sein.

Für die Qualität von Entscheidungen.

Für die Entlastung von Führungskräften.

Und für die Stabilität von Teams.

Zwischen Anspruch, Realität und eigenen Rollenbildern

In seiner Session beim HR CAMPUS geht Malte bewusst auch an die unbequemen Fragen:

„Führen im Jobsharing – Wieso das auch mit Männern gut geht.“

Denn hinter der Diskussion um Arbeitsmodelle liegen oft tief verankerte Bilder:

Was bedeutet „gute Führung“?

Wer darf sie wie ausüben?

Und welche gesellschaftlichen Erwartungen prägen unsere Entscheidungen, oft auch unbewusst?

Malte bringt dabei nicht nur seine berufliche Perspektive ein, sondern auch seine persönliche:

Als Vater von drei Kindern hat er sich bewusst gegen das klassische Modell entschieden, in dem Familie „nebenbei“ läuft.

Und für eine Form von Führung, die beides möglich macht: Verantwortung im Job und Präsenz im Leben.

Vereinbarkeit ist kein Benefit, sondern ein Systemthema

Was in vielen Organisationen noch als Zusatzleistung gedacht wird, ist längst ein strategischer Faktor:

Wie ermöglichen wir Arbeit, die ins Leben passt?

Nicht als Ausnahme. Sondern als Teil der Realität.

Denn Mitarbeitende bleiben nicht wegen einzelner Benefits.

Sie bleiben, wenn Arbeit nachhaltig tragfähig ist.

Jobsharing kann hier ein entscheidender Baustein sein.

Nicht nur für Führungskräfte, sondern als Signal für eine Organisation, die bereit ist, neue Wege zu gehen.

Im Sneak Peek geht es deshalb auch um ganz konkrete Fragen:

+ Welche Voraussetzungen braucht funktionierendes Jobsharing?

+ Wo liegen typische Hürden und wie lassen sie sich überwinden?

+ Und welche Mehrwerte entstehen wirklich für Unternehmen, Teams und Führungskräfte?

Ein Perspektivwechsel, der Wirkung hat

Dieser Sneak Peek ist mehr als ein Erfahrungsbericht.

Er ist eine Einladung, Führung neu zu betrachten.

Weg von der Idee, dass Führung an Einzelpersonen gebunden sein muss.

Hin zu einem Verständnis von Führung als geteilter Verantwortung.

Denn vielleicht liegt genau darin eine der Antworten auf die Herausforderungen unserer

Sneak Peek – sei dabei

📅 Mittwoch | 12:30 Uhr

🎤 Sneak Peek mit Malte Meyer und Janine Koska