Warum haben wir aufgehört, miteinander zu sprechen?
338 Wörter weniger pro Tag. Mit jedem Jahr.
Mehr Tools. Mehr Kanäle. Mehr Möglichkeiten, jederzeit miteinander in Kontakt zu sein.
Und trotzdem sprechen wir offenbar immer weniger miteinander.
Eine 2026 veröffentlichte Analyse von Valeria A. Pfeifer und Matthias R. Mehl hat Daten von 2.197 Personen aus insgesamt 22 Studien ausgewertet. Die Aufzeichnungen entstanden zwischen 2005 und 2019 und basieren auf kurzen Audioausschnitten aus dem tatsächlichen Alltag der untersuchten Personen.
Das Ergebnis ist erschreckend: Über den untersuchten Zeitraum zeigte sich ein zeitlicher Trend von durchschnittlich 338 weniger gesprochenen Wörtern pro Tag und Jahr. Insgesamt sank die geschätzte tägliche Wortzahl damit um rund 28 Prozent.
Eine Zahl, die schwerer wiegt als man glaubt.
Doch die Studie beantwortet nicht, warum wir weniger sprechen. Sie kann nicht zeigen, ob Smartphones, digitale Kommunikation, Homeoffice oder andere gesellschaftliche Veränderungen dafür verantwortlich sind.
Sie stellt uns aber vor eine andere Frage:
Was passiert, wenn echte Gespräche weniger werden?
Kommunikation ist nicht gleich Gespräch
Noch nie konnten wir so schnell Informationen austauschen.
Eine Nachricht im Teams-Chat.
Eine kurze Mail.
Ein Emoji unter einer Nachricht.
Ein Kommentar.
Eine Sprachnachricht.
Wir kommunizieren permanent.
Aber kommunizieren wir deshalb auch mehr miteinander?
Häufig vergessen wir: Ein Gespräch ist mehr als die bloße Informationsübertragung.
Es bedeutet, die Reaktion des Gegenübers wahrzunehmen. Nachzufragen. Missverständnisse auszuräumen. Widerspruch auszuhalten. Zwischen den Zeilen zu lesen. Und vielleicht sogar die eigene Position noch einmal zu überdenken.
Denn genau dort entsteht etwas, das sich nur schwer durch einen weiteren digitalen Kanal ersetzen lässt: Verbindung.
Was bedeutet das für unsere Arbeitswelt?
Gerade für Unternehmen ist die Frage relevant.
Denn viele der Themen, über die wir heute sprechen, Zusammenarbeit, Führung, Unternehmenskultur, psychologische Sicherheit oder Veränderungsfähigkeit, funktionieren nicht ohne echten Austausch.
Vertrauen lässt sich nicht verordnen.
Kultur entsteht nicht in einem Leitbild.
Und gute Führung besteht nicht nur darin, Informationen möglichst effizient weiterzugeben.
Sie entsteht auch in Gesprächen.
Im ehrlichen Feedback zwischen Führungskraft und Mitarbeitenden.
In dem Moment, in dem jemand eine kritische Frage stellt.
In Diskussionen, in denen unterschiedliche Perspektiven aufeinandertreffen.
Oder in einem kurzen informellen Austausch zwischen Kolleg:innen, aus dem plötzlich eine Idee entsteht.
Wenn solche Momente weniger werden, geht deshalb möglicherweise mehr verloren als nur ein paar gesprochene Wörter.
Vielleicht müssen wir wieder lernen, uns auszuhalten
Das gilt nicht nur innerhalb von Unternehmen.
Auch gesellschaftlich erleben wir, wie Positionen härter werden und Diskussionen schneller in Lager zerfallen.
Gerade dann wird das Gespräch wichtiger und gewinnt zunehmend an Bedeutung.
Nicht, weil wir am Ende alle derselben Meinung sein müssen.
Sondern weil eine Gemeinschaft davon lebt, dass Menschen miteinander sprechen können, obwohl sie nicht derselben Meinung sind.
Zuhören.
Nachfragen.
Widersprechen.
Eine andere Perspektive stehen lassen.
Und trotzdem im Gespräch bleiben.
Vielleicht ist genau das eine der Fähigkeiten, die wir in einer zunehmend komplexen Arbeits- und Lebenswelt stärker brauchen werden.
Human Roots: zurück zu dem, was Verbindung schafft
Für uns beim HR CAMPUS Mitteldeutschland steckt genau dieser Gedanke hinter Human Roots.
HR bedeutet für uns längst nicht nur Human Resources.
Es geht um das, was Menschen und Organisationen im Kern trägt: Haltung, Vertrauen, Verbindung, Entwicklung und den Mut, Veränderung gemeinsam zu gestalten. Genau diese Idee bildet einen zentralen Teil des HRC 2027.
Vielleicht bedeutet Fortschritt deshalb nicht immer, noch einen neuen Kommunikationskanal einzuführen.
Vielleicht bedeutet er manchmal auch, wieder bewusst Räume zu schaffen, in denen Menschen miteinander sprechen können.
Ohne perfekte Antwort.
Ohne vorher festgelegtes Ergebnis.
Aber mit echtem Interesse aneinander.
Genau solche Gespräche wollen wir beim HRC führen
Beim HR CAMPUS 2027 wollen wir Menschen zusammenbringen, die unterschiedliche Erfahrungen, Fragen und Perspektiven mitbringen.
Menschen, die nicht nur erzählen, wie Arbeit theoretisch funktionieren sollte, sondern zeigen können, was sie selbst ausprobiert, verändert und gelernt haben.
Deshalb suchen wir weiterhin Mentor:innen für 2027
Menschen mit Cases aus der Praxis.
Mit Methoden, die anderen helfen können.
Mit unbequemen Fragen.
Oder mit einer Perspektive, die bisher vielleicht noch fehlt.
Unser Call for Mentors läuft noch bis Ende September.
Wenn du selbst etwas beitragen möchtest, kannst du dich über das Formular auf unserer Website bewerben.
Und wenn dir beim Lesen direkt jemand eingefallen ist: Dann schick dieser Person den Beitrag.
Denn vielleicht beginnt #neudenken manchmal ganz einfach damit, wieder mehr miteinander zu reden.
Mehr Tools. Mehr Kanäle. Mehr Möglichkeiten, jederzeit miteinander in Kontakt zu sein.
Und trotzdem sprechen wir offenbar immer weniger miteinander.
Eine 2026 veröffentlichte Analyse von Valeria A. Pfeifer und Matthias R. Mehl hat Daten von 2.197 Personen aus insgesamt 22 Studien ausgewertet. Die Aufzeichnungen entstanden zwischen 2005 und 2019 und basieren auf kurzen Audioausschnitten aus dem tatsächlichen Alltag der untersuchten Personen.
Das Ergebnis ist erschreckend: Über den untersuchten Zeitraum zeigte sich ein zeitlicher Trend von durchschnittlich 338 weniger gesprochenen Wörtern pro Tag und Jahr. Insgesamt sank die geschätzte tägliche Wortzahl damit um rund 28 Prozent.
Eine Zahl, die schwerer wiegt als man glaubt.
Doch die Studie beantwortet nicht, warum wir weniger sprechen. Sie kann nicht zeigen, ob Smartphones, digitale Kommunikation, Homeoffice oder andere gesellschaftliche Veränderungen dafür verantwortlich sind.
Sie stellt uns aber vor eine andere Frage:
Was passiert, wenn echte Gespräche weniger werden?
Kommunikation ist nicht gleich Gespräch
Noch nie konnten wir so schnell Informationen austauschen.
Eine Nachricht im Teams-Chat.
Eine kurze Mail.
Ein Emoji unter einer Nachricht.
Ein Kommentar.
Eine Sprachnachricht.
Wir kommunizieren permanent.
Aber kommunizieren wir deshalb auch mehr miteinander?
Häufig vergessen wir: Ein Gespräch ist mehr als die bloße Informationsübertragung.
Es bedeutet, die Reaktion des Gegenübers wahrzunehmen. Nachzufragen. Missverständnisse auszuräumen. Widerspruch auszuhalten. Zwischen den Zeilen zu lesen. Und vielleicht sogar die eigene Position noch einmal zu überdenken.
Denn genau dort entsteht etwas, das sich nur schwer durch einen weiteren digitalen Kanal ersetzen lässt: Verbindung.
Was bedeutet das für unsere Arbeitswelt?
Gerade für Unternehmen ist die Frage relevant.
Denn viele der Themen, über die wir heute sprechen, Zusammenarbeit, Führung, Unternehmenskultur, psychologische Sicherheit oder Veränderungsfähigkeit, funktionieren nicht ohne echten Austausch.
Vertrauen lässt sich nicht verordnen.
Kultur entsteht nicht in einem Leitbild.
Und gute Führung besteht nicht nur darin, Informationen möglichst effizient weiterzugeben.
Sie entsteht auch in Gesprächen.
Im ehrlichen Feedback zwischen Führungskraft und Mitarbeitenden.
In dem Moment, in dem jemand eine kritische Frage stellt.
In Diskussionen, in denen unterschiedliche Perspektiven aufeinandertreffen.
Oder in einem kurzen informellen Austausch zwischen Kolleg:innen, aus dem plötzlich eine Idee entsteht.
Wenn solche Momente weniger werden, geht deshalb möglicherweise mehr verloren als nur ein paar gesprochene Wörter.
Vielleicht müssen wir wieder lernen, uns auszuhalten
Das gilt nicht nur innerhalb von Unternehmen.
Auch gesellschaftlich erleben wir, wie Positionen härter werden und Diskussionen schneller in Lager zerfallen.
Gerade dann wird das Gespräch wichtiger und gewinnt zunehmend an Bedeutung.
Nicht, weil wir am Ende alle derselben Meinung sein müssen.
Sondern weil eine Gemeinschaft davon lebt, dass Menschen miteinander sprechen können, obwohl sie nicht derselben Meinung sind.
Zuhören.
Nachfragen.
Widersprechen.
Eine andere Perspektive stehen lassen.
Und trotzdem im Gespräch bleiben.
Vielleicht ist genau das eine der Fähigkeiten, die wir in einer zunehmend komplexen Arbeits- und Lebenswelt stärker brauchen werden.
Human Roots: zurück zu dem, was Verbindung schafft
Für uns beim HR CAMPUS Mitteldeutschland steckt genau dieser Gedanke hinter Human Roots.
HR bedeutet für uns längst nicht nur Human Resources.
Es geht um das, was Menschen und Organisationen im Kern trägt: Haltung, Vertrauen, Verbindung, Entwicklung und den Mut, Veränderung gemeinsam zu gestalten. Genau diese Idee bildet einen zentralen Teil des HRC 2027.
Vielleicht bedeutet Fortschritt deshalb nicht immer, noch einen neuen Kommunikationskanal einzuführen.
Vielleicht bedeutet er manchmal auch, wieder bewusst Räume zu schaffen, in denen Menschen miteinander sprechen können.
Ohne perfekte Antwort.
Ohne vorher festgelegtes Ergebnis.
Aber mit echtem Interesse aneinander.
Genau solche Gespräche wollen wir beim HRC führen
Beim HR CAMPUS 2027 wollen wir Menschen zusammenbringen, die unterschiedliche Erfahrungen, Fragen und Perspektiven mitbringen.
Menschen, die nicht nur erzählen, wie Arbeit theoretisch funktionieren sollte, sondern zeigen können, was sie selbst ausprobiert, verändert und gelernt haben.
Deshalb suchen wir weiterhin Mentor:innen für 2027
Menschen mit Cases aus der Praxis.
Mit Methoden, die anderen helfen können.
Mit unbequemen Fragen.
Oder mit einer Perspektive, die bisher vielleicht noch fehlt.
Unser Call for Mentors läuft noch bis Ende September.
Wenn du selbst etwas beitragen möchtest, kannst du dich über das Formular auf unserer Website bewerben.
Und wenn dir beim Lesen direkt jemand eingefallen ist: Dann schick dieser Person den Beitrag.
Denn vielleicht beginnt #neudenken manchmal ganz einfach damit, wieder mehr miteinander zu reden.