Feel the Five:
5 Fragen an Hendric Mostert
Wenn Menschen aufhören zu funktionieren und anfangen, sich wirklich zu begegnen. Wenn aus Vermeidung Klarheit wird, aus Sprachlosigkeit Dialog und aus Konflikten Entwicklung. Dafür Räume zu öffnen und zu halten, das gibt meiner Arbeit Sinn und Energie.
Sie nehmen mit, dass Konflikte und Spannungen kein persönliches Versagen sind, sondern Hinweise auf etwas Wesentliches. Und sie gehen mit dem Gefühl, gehört worden zu sein und mit konkreten Impulsen, wie sie Verantwortung übernehmen und Beziehungen bewusst gestalten können.
1\. In meinem Workshoploft in Köln hat unser Staubsaugerroboter einen Namen: Erwin
2\. In Hotels fotografiere ich immer die Zimmernummer ab, damit ich diese nicht vergesse.
3\. Ich freue mich innerlich, wenn in Workshops Tränen fließen, weil ich dann spüre, dass etwas Echtes berührt wurde und Menschen sich wirklich zeigen dürfen.
Mich beschäftigt gerade sehr, wie viel unverarbeitetes Trauma und somatische Erfahrung in Organisationen mitarbeitet, ohne je benannt zu werden. Wie Körper reagieren, lange bevor Worte da sind, und wie Konflikte oft Ausdruck von Überforderung, Schutz und alten Mustern sind. Und was möglich wird, wenn wir beginnen, nicht nur über Arbeit zu sprechen, sondern auch über Nervensysteme, Sicherheit und Verkörperung.
Ohne meine tägliche Atempraxis am Morgen läuft bei mir nichts. Sie bringt mich in Kontakt mit mir selbst, bevor ich in Kontakt mit anderen gehe. Und meine Zeit auf der Yogamatte im Jivamukti Yoga ist für mich ein fester Anker, um Körper, Geist und Haltung immer wieder auszurichten.